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Burgen-Blick - Karneval in Mühlberg

Bürgerversammlung Nesse-Apfelstädt

Am 15. November fand die diesjährige Bürgerversammlung der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt statt. Ein sehr voll besetzter Saal Drei Rosen deutete schon an, dass die Themen der Tagesordnung großes Interesse finden.
Das erste Hauptthema war der Stand des Glasfaserausbaus in der Gemeinde. Bauleiter Kubalek und Geschäftsführer Hendrik Westendorff von der Netkom verdeutlichten, dass über 11 Monate jeder Ausbauschritt mit der Gemeinde abgestimmt wurde. Nun ist die Planung abgeschlossen. In Summe werden hier 63 km Glasfaserkabel verlegt.

Der Beginn der Arbeiten erfolgt als erstes in Apfelstädt im Dezember. Im Februar geht es in Gamstädt und Ingersleben los. Im 3. Quartal des nächsten Jahres folgen dann Kornhochheim und Neudietendorf. Als Letztes wird dann im Februar 2025 in Kleinrettbach gearbeitet. Die Inbetriebnahme soll dann in 2025 erfolgen. So die Planung. Im Vorfeld und zu den Bauarbeiten wird mit jedem einzelnen Hausbesitzer, der einen kostenfreien Hausanschluss erhält, persönlich der Ablauf besprochen.

Mit Unterstützung von Bürgermeister Christian Jacob wurde die Problemstellung mit anderen Telekommunikationsanbietern diskutiert. Durch eine ungünstige Gesetzeslage bietet nun auch die Dt. Telekom hier in der Region verstärkt Glasfaseranschlüsse an, insbesondere durch Haustürverkäufer. Dies, obwohl es in den vielen Angeboten und Gesprächen der Gemeindeverwaltung keinerlei Reaktion gab! Nun kann es im ungünstigsten Fall passieren, dass eine Straße mehrfach aufgerissen wird und in einem Haus zumindest zwei Hausanschlüsse installiert werden, von der Netkom und der Telekom.Ein Irrsinn und Ressourcenverschwendung!
Wenn neue Straßen, wo die Netkom bereits die Rohre verlegt hat, gleich wieder aufgerissen werden, schädigt dies die Oberflächen nachhaltig und verkürzt massiv die Lebensdauer. Hier sollte sich jeder überlegen, mit wem er den Vertrag zum Hausanschluss abschließt, zumal das Netz von der Netkom von Anfang an auch von allen anderen Anbietern genutzt werden kann!

Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde von der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA) Informationen über Erneuerbare Energien im Gemeindegebiet gegeben. Durch eine neue Gesetzeslage können Windkraft- und Photovoltaikanlagen entlang von Bahnstrecken und Autobahnen in einem vereinfachten Verfahren gebaut werden. Damit kann die verkehrsgünstige Lage der Landgemeinde erhebliche Nachteile mit sich bringen. Die in Kürze folgende Bauleitplanung soll hier vernünftige Flächen aufzeigen.
Zum Abschluss informierte Christian Jacob über Gemeindeangelegenheiten, insbesondere dass die Bauarbeiten unter Vollsperrung in Kleinrettbach im Frühjahr 2024 beginnen.

Quelle

Foto vom Jörg Mansch
Text von Jörg Mansch

 

Burgen-Blick

Erschienen in der Ausgabe: 25. November 2023