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100. World Thinking Day der Pfadfinder gefeiert

Neudietendorf Immer am 22. Februar feiern die Pfadfinder weltweit den Geburtstag von Robert Baden-Powell, dem Gründer der Organisation und Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell Lord of Gilwell, dem Gründer der internationalen Bewegung des
Pfadfindens. In diesem Jahr mit einem besonderen Jubiläum, dem 100. Gedenktag.
Diesen Anlass nutzen auch die Nesse-Apfelstädter Pfadis und organisierten einen Gedenk-Gottesdienst in der Brüdergemeine Neudietendorf, in diesem Jahr mit dem Thema „Unsere Welt, unsere Freundschaft“. Was sind Freunde, wie entstehen Freundschaften, was bedeutet Freundschaft. Dies wurde anschaulich durch verschiedenste Wort- und Lied­beiträgen verdeutlicht. Es bedarf Zeit und viel Engagement, Freundschaften zu entwickeln. Dazu gehört auch, den Gegenüber so zu akzeptieren, wie er ist. Nicht zu dünn, nicht zu dick, nicht zu langsam oder nicht normal, weil er/sie durch irgendetwas eingeschränkt ist. Jeder ist individuell und liebenswert, so wie man ist. Freundschaft ist auch eine der Grundlagen der Pfadfinderbewegung insgesamt.

Durch Freundschaft entsteht Zuneigung, Akzeptanz anderen gegenüber und die Abkehr von Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal anderer. Es ist eine Lebensaufgabe, nach der alle Erdenbürger streben sollten. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit, wo alles schon fertig erworben werden kann und wir es zumeist nicht mehr kennen, gemeinsam aktiv und mit Ausdauer etwas zu entwickeln oder herzustellen.

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Wäre die Freundschaft untereinander weiter entwickelt, bräuchten wir sicher nicht über Kriege wie in der Ukraine oder in Israel sprechen. Die Grundlage wird aber schon vor der eigenen Haustür geschaffen. Es ist der Umgang mit der Nachbarschaft im Wohnumfeld. Das Verhalten zu Mitschülern in der Schule. Auch der Umgang im Berufsleben oder in Vereinen und Organisationen. Wenn das „Miteinander“ an oberster Stelle steht, gelingt sicher so manches besser. Und so hat von der Freundschaft unter einander auch wieder jeder einzelne etwas davon!
Eine Organisation wie die Pfadfinder könnte bei der Schaffung von Frieden und Ruhe vielleicht helfen. Mit der Weltorganisation, wo über 160 Mitgliedsländer, in denen bis zu 38 Millionen Pfadfinder organisiert sind, wurde bereits eine riesige Verbindung geschaffen. In großen, internationalen Treffen werden neue Freundschaften befördert und der Horizont jedes einzelnen Teilnehmers erweitert. Eine Folge daraus ist, dass es uns nicht mehr egal ist, wenn z.B. in Polen ein schlimmes Ereignis geschieht, wenn wir dort einen Freund haben, ihn persönlich kennen und ihn gerne haben!

Quelle

Foto und Text von Jörg Mansch

 

 

Burgen-Blick

Erschienen in der Ausgabe: 28. Januar 2026